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Initiierung eines Netzwerks Nationaler Bibliometrischer Infrastrukturen (INNBI)

Projektbeginn: 01.02.2025 - Projektende: 31.10.2025

Kommerzielle Bibliometriedatenbanken werden mittels eines zentralisierten Prozesses unterhalten, in dem eine einzelne kommerzielle Einheit die heterogenen Metadaten der fragmentierten Verlagslandschaft zusammenführt, vereinheitlicht und als einzelne Datenbank bereitstellt. Aus diesem zentralisierten Ansatz resultiert eine unzureichende Datenqualität. Unvollständige Informationen zu den nationalen Gegebenheiten und ein gewinnoptimierter Ressourceneinsatz resultieren in einer unzureichenden Abdeckung und Darstellung der heterogenen nationalen Forschungssysteme durch diesen zentralisierten Prozess der Datenbereitstellung. Die lokal vorhandene nationale Expertise zu beispielsweise nationalen Institutionen, Forschungsförderern, ansässigen Autoren oder national relevanten Zeitschriften wird nicht genutzt und resultiert in einer unzureichenden Datenqualität.

Entsprechend dieser Defizite der zentralisierten Datenbanken werden in mehreren Ländern der Östlichen Partnerschaft und in Deutschland nationale bibliometrische Infrastrukturen unterhalten. Neben Forschungs- und Berichtstätigkeiten nutzen diese nationalen Bibliometrieinfrastrukturen ihre Expertise zum jeweiligen nationalen Forschungssystem insbesondere für Verbesserungen der Datenabdeckung und Datenqualität. Nationale und regionale Forschungsergebnisse werden durch die Indexierung in eigenen Datenbanken sichtbar gemacht, bzw. die in kommerziellen Datenbanken aufgefundene Datenqualität zu nationalen Forschungsergebnissen wird mittels der lokal vorhandenen Expertise substanziell verbessert. Dieser dezentrale Ansatz ermöglicht somit umfassende und validierte Analysen des jeweiligen nationalen Forschungssystems in den unterschiedlichen Aggregierungsniveaus, wie beispielsweise nationaler Forschungseinrichtungen oder nationaler Forschungsförderer.

Das Projekt INNBI zielt darauf ab, nationale bibliometrische Infrastrukturen zu verbinden und ein Netzwerk unter den relevanten nationalen wissenschaftlichen Akteuren in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Deutschland aufzubauen. Hierdurch kann ein Teilen der mit nationaler Expertise verbesserter Daten erfolgen. Hierfür wird im Projekt zunächst die Grundlage in Form von Sondierungs- und Vernetzungsmaßahmen durchgeführt.

Ansprechperson

Stephan Stahlschmidt
Dr. Stephan Stahlschmidt 030 2064177-18

Projektmitarbeit

Paul Donner

Kooperationspartner

Borys Grinchenko Kyiv Metropolitan University (BGKMU) National Academy of Sciences of the Republic of Armenia, Center for Scientific Information Analysis and Monitoring (CSIAM) S.E. Information Society Development Institute (IDSI) Georgian Technical University Institute for Scientific and Technical Information (TECHINFORMI)

Gefördert von

Bundesministerium für Bildung und Forschung